Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Eine unabhängige UN-Expertin hat auf erhebliche ethnische und rassische Ungleichheiten beim Zugang zum Sport hingewiesen und festgestellt, dass Minderheiten und marginalisierte Bevölkerungsgruppen auf verschiedenen Ebenen des globalen Sports unterrepräsentiert sind, was tieferliegende strukturelle Ungleichheiten widerspiegelt. Laut Ashwini KP, der vom UN-Menschenrechtsrat ernannten Berichterstatterin für zeitgenössische Formen von Rassismus und damit verbundener Intoleranz, beeinflussen hartnäckige Stereotype die Identifizierung, das Training, die Auswahl und die Wahrnehmung von Athleten.

Der Bericht lenkt die Aufmerksamkeit auf wirtschaftliche und geografische Barrieren, darunter fehlende Einrichtungen, Ausrüstung, Trainer und Ernährung, die Kinder und Jugendliche – insbesondere aus einkommensschwachen und ethnisch benachteiligten Familien – daran hindern, Sport zu treiben und dies auch weiterhin zu tun. Der fehlende Zugang zu Amateur- und Jugendligen kann den Aufstieg in den Leistungssport behindern und somit die langfristigen positiven Auswirkungen auf die körperliche und geistige Gesundheit benachteiligter Gruppen verringern.

Bestimmte Zulassungsbestimmungen werden aufgrund ihrer potenziell diskriminierenden Wirkung hervorgehoben. Beispielsweise werden die Hijab-Verbote in Frankreich als Maßnahmen identifiziert, die muslimische Frauen unverhältnismäßig stark betreffen und somit intersektionale Diskriminierung innerhalb der Sportpolitik veranschaulichen.

Der Bericht stellt ferner fest, dass Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und die Zerstörung von Sportanlagen in Regionen wie dem besetzten palästinensischen Gebiet die Möglichkeiten für internationale Wettkämpfe und die Teilnahme stark einschränken.

Um diese Probleme anzugehen, empfiehlt der Experte den Mitgliedstaaten, disaggregierte Daten über Rassismus im Sport zu erheben, in die Infrastruktur zu investieren, einen gleichberechtigten Zugang zu fördern, die Sicherheit der Athleten zu gewährleisten und die Zulassungsbestimmungen auf diskriminierende Auswirkungen zu überprüfen, im Einklang mit den Verpflichtungen aus dem Internationalen Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung.