Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) hat seit seinem Beginn Mitte Mai zu über 5.600 Fällen und 2.700 Todesfällen in sechs Provinzen geführt, so der UN-Chef.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht zwar von einer Verlangsamung der Ausbreitung aus, hat den Trend aber noch nicht umgekehrt. Wöchentlich werden etwa 500 neue Fälle gemeldet. Die humanitäre Hilfe ist jedoch weiterhin unterfinanziert; nur 48 % der benötigten Mittel sind gesichert. Die Vereinten Nationen haben zusätzliche 1,1 Milliarden US-Dollar gefordert, um lebenswichtige Operationen aufrechtzuerhalten und auszuweiten.
Die Bemühungen zur Eindämmung von Ebola stehen vor zahlreichen Herausforderungen, darunter jahrzehntelange Konflikte, die in der Provinz Ituri etwa eine Million Menschen vertrieben und die Gesundheitsinfrastruktur geschwächt haben. Mehr als zwölf Millionen Menschen in der Region benötigen Hilfe und Schutz. Angriffe auf Gesundheitspersonal, Behandlungszentren und Krankenwagen haben die Schwierigkeiten verschärft und zu über 40 Todesfällen unter den Gesundheitsfachkräften geführt.
Als Reaktion darauf hat die Zivilgesellschaft reagiert. Der kongolesische Sänger und UNICEF-Botschafter Lokua Kanza, das Duo Wedy und Drigo Eboma haben ihre Reichweite genutzt, um das Bewusstsein für die Situation zu schärfen. Fünfzehn Social-Media-Influencer und über 50 religiöse Führer in Ituri werben für Präventionsmaßnahmen und bekämpfen Fehlinformationen. Die UN und lokale Partner haben zudem ehemalige Kämpfer ausgebildet, um die Bevölkerung in stark frequentierten Gebieten von Ituri aufzuklären.