Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Die stellvertretende Generalsekretärin Indrika Ratwatte, die den Leiter des UN-Nothilfeprogramms, Tom Fletcher, vertrat, wandte sich an den UN-Sicherheitsrat und erklärte, es bestehe eine echte Chance für die Syrer, vom Überleben zum Wiederaufbau überzugehen. Der humanitäre Bedarf bleibe jedoch akut, die Vertreibung dauere an und die Bedingungen für eine nachhaltige Rückkehr seien im ganzen Land unterschiedlich.

Seit Dezember 2024 sind rund 1,6 Millionen Flüchtlinge und fast zwei Millionen Binnenvertriebene in ihre Gemeinschaften zurückgekehrt. Die Vereinten Nationen betonten, dass die Rückkehr sicher, freiwillig, würdevoll und nachhaltig erfolgen müsse und der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen und Lebensgrundlagen für die Wiedereingliederung von entscheidender Bedeutung sei.

Die laufenden Hilfsmaßnahmen unterstützen 3.000 Gemeinden und erreichen im ersten Quartal des Jahres rund drei Millionen Menschen. Trotzdem sind für den humanitären Hilfsappell in Höhe von 2,92 Milliarden US-Dollar erst 20 % des Zielbetrags bereitgestellt, was erhebliche Ressourcenlücken verdeutlicht.

In Treffen zwischen der syrischen Regierung und UN-Partnern wurde die Vision „Keine Lager, keine Zelte“ entwickelt, die Schutz, Dienstleistungen und nachhaltige Lebensgrundlagen in den Mittelpunkt stellt. Diese Strategie steht im Einklang mit den nationalen Prioritäten für den Wiederaufbau Syriens und dient als Leitfaden für die Reintegration und den Wiederaufbau.

Ratwatte appellierte an den Sicherheitsrat, durch planbare und flexible Finanzierung nachhaltige humanitäre Hilfe zu gewährleisten, den Übergang von der Nothilfe durch die Beseitigung von Hindernissen beim Wiederaufbau zu unterstützen und sich zu Investitionen in den Wiederaufbau im Einklang mit dem Regierungsrahmen zu verpflichten. Solche Bemühungen gelten als unerlässlich für die Förderung von Stabilität und Wohlstand in Syrien.

Laut Claudio Cordone, dem stellvertretenden Sondergesandten des UN-Generalsekretärs für Syrien, handelt es sich um eine Situation, in der Chancen und Fragilität nebeneinander bestehen und die eine kritische Phase im politischen Übergang Syriens markiert.