Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

UN-Organisationen berichten, dass 94 Prozent der 2,1 Millionen Einwohner Gazas dringend Schutz benötigen, da israelische Angriffe und Beschuss andauern. Israelische Einschränkungen behindern die Lieferung lebenswichtiger Hilfsgüter und Dienstleistungen, darunter den Bau von Unterkünften und die Müllabfuhr. UN-Beamte geben an, dass über 80 Prozent der Familien unter kritischen oder katastrophalen Lebensbedingungen leiden, da es an Treibstoff, Energie und grundlegenden Haushaltsgegenständen mangelt.

Fast zwei Drittel der Familien leben in Zelten oder provisorischen Unterkünften, die bei extremen Wetterbedingungen schnell verfallen, da diese nur für den kurzfristigen Gebrauch gedacht sind. Das UN-Koordinierungsbüro für humanitäre Hilfe wies darauf hin, dass über 70 Prozent der Familien im letzten Winter von Überschwemmungen betroffen waren, was den dringenden Bedarf an verbesserten Unterkünften vor der bevorstehenden kalten und regnerischen Jahreszeit unterstreicht. Die Bemühungen werden jedoch durch Finanzierungslücken und von Israel auferlegte Beschränkungen für Baumaterialien und -geräte behindert.

Die Aufräumarbeiten und die Bergung der Leichen im Gazastreifen werden durch Beschränkungen für die Einfuhr von schwerem Gerät und Material sowie den eingeschränkten Zugang zu weiten Teilen des Gazastreifens erschwert. Kürzlich wurden die Leichen von 50 Menschen, darunter 19 Kinder, die vor über zwei Jahren getötet wurden, nach ihrer Bergung aus den Trümmern beigesetzt. Der anhaltende Nagetierbefall in den unhygienischen, mit Trümmern übersäten Gebieten hat laut UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen erforderlich gemacht.