Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Nach Angaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) haben bewaffnete Bandenangriffe in den vergangenen zehn Tagen rund 30.000 Menschen in Haitis Hauptstadt Port-au-Prince und Umgebung zur Flucht gezwungen. Ein Großteil der Gewalt konzentrierte sich auf Cité Soleil, ein armes Viertel in Port-au-Prince, wo humanitäre Organisationen lebensrettende Hilfe leisten.
Bewohner wie Anidette Saint Fleur aus dem Quartier Blanchard sind vor Schießereien und Brandstiftungen durch Banden geflohen und haben all ihren Besitz bis auf Ausweispapiere zurückgelassen. Sie beschrieb, wie sie inmitten anhaltender Unsicherheit ohne Obdach und Nahrung für ihre Kinder lebt.
Auch Dorlean Boudin aus Sarthe bei Cité Soleil berichtete von Angreifern, die Macheten einsetzten, Häuser in Brand setzten und Geschäfte plünderten. Sie hob hervor, wie schwer es sei, Geld für Notfälle zu sparen, während es ihrer Familie an ausreichend Nahrung und Wasser mangele.
Das Welternährungsprogramm (WFP) hat rund 8.500 Binnenvertriebene aus Cité Soleil mit Nothilfe in Form von Nahrungsmitteln erreicht, darunter Reis, Hülsenfrüchte, Öl und angereichertes Mehl. Gleichzeitig haben neun vom WFP unterstützte Schulen mit rund 12.000 Kindern aufgrund der Gewalt die Essensausgabe eingestellt.