Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) seit Beginn des aktuellen Ausbruchs 5.515 bestätigte Ebola-Fälle und 2.642 Todesfälle verzeichnet, was einer Sterblichkeitsrate von fast 48 Prozent entspricht.
Die Provinz Ituri ist weiterhin das Epizentrum der Epidemie und verzeichnet etwa 85 Prozent der Fälle und 79 Prozent der Todesfälle. Der Ausbruch hat sich auf insgesamt sechs Provinzen ausgebreitet.
Die WHO berichtet, dass die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie in den ersten 100 Tagen deutlich ausgeweitet wurden. Die Anzahl der Testlabore stieg von einem einzigen auf 19, die täglich über 3.000 Proben verarbeiten können. Die Behandlungskapazität erhöhte sich von weniger als 10 Betten auf über 1.300. Über 2,5 Millionen Menschen wurden in die Maßnahmen einbezogen, und die Kontaktverfolgung verbesserte sich von 9 auf 84 Prozent.
Trotz dieser Fortschritte behindern Unsicherheit, konfliktbedingte Vertreibung, Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen und der eingeschränkte Zugang zur medizinischen Versorgung weiterhin die Bekämpfung der Epidemie. Rund 60 Prozent der Ebola-Todesfälle der letzten sechs Wochen ereigneten sich außerhalb von Behandlungszentren, was die Herausforderungen bei der Früherkennung und der Überweisung von Patienten verdeutlicht.
Die WHO betont die Notwendigkeit verstärkter Maßnahmen unter der Leitung geschulter nationaler und lokaler Behörden, unterstützt von Partnern. Die Interventionen müssen auf die lokalen Übertragungsmuster und operative Lücken in den betroffenen Gebieten abgestimmt sein. Die Epidemie wird zusätzlich durch eine umfassendere humanitäre Krise verschärft, darunter zunehmender Hunger in den betroffenen Gemeinschaften.