Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Seit Beginn der umfassenden Invasion in der Ukraine hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über 3.200 Angriffe auf das ukrainische Gesundheitssystem gemeldet. Dabei wurden medizinische Güter und lebenswichtige Einrichtungen, in denen Hunderttausende Menschen behandelt werden, beschädigt. Allein im Jahr 2026 wurden 20 humanitäre Hilfslager angegriffen, 13 davon mit medizinischen Gütern. Angriffe in Kiew und Dnipro führten laut WHO-Vertreter Dr. Habicht zum Verlust von Medikamenten und Ausrüstung, die für rund 225.000 Menschen bestimmt waren.

Trotz dieser anhaltenden Risiken leisten die WHO und ihre Partner weiterhin Hilfe in schwer zugänglichen Gebieten. In diesem Jahr haben neun humanitäre Konvois der WHO und 22 Konvois verschiedener UN-Organisationen über 50 abgelegene Siedlungen mit Medikamenten und Ausrüstung versorgt. Von der WHO unterstützte Teams der Primärversorgung haben in acht Monaten über 13.130 Beratungen in sieben Regionen durchgeführt. Wo keine Apotheken geöffnet sind, haben mehr als 28.400 Menschen rezeptfreie Medikamentensets erhalten. Die Maßnahmen der WHO haben über 300 Gesundheitseinrichtungen, darunter Krankenhäuser und Labore, unterstützt und die Versorgung von rund drei Millionen Menschen sichergestellt.

Der Krieg hat auch das Gesundheitspersonal beeinträchtigt. Eine aktuelle Studie der WHO zeigt, dass über 25 % der Ärzte und Pflegekräfte über Depressionssymptome berichten und jeder Fünfte Anzeichen einer Angststörung aufweist. Als Reaktion darauf hat die WHO psychologische Erste Hilfe und Schulungen zur Selbstfürsorge in die Ausbildungsprogramme für Rettungssanitäter integriert und bietet spezielle Unterstützung für Fachkräfte in der Primärversorgung und Rehabilitation an. Mehr als 700 Gesundheitsfachkräfte wurden bereits geschult.