Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Die erneuten Kämpfe im Südwesten Jemens haben mindestens 46.000 Menschen vertrieben, eine Zahl, die laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) „stündlich steigt“. Diese Vertreibung betrifft vor allem die Gouvernements der Westküste und Taiz, wobei Neuankömmlinge aus Lahj und Aden gemeldet werden und es zu Wanderungsbewegungen in Richtung Norden nach Ibb kommt.

Anfang der Woche eroberten Huthi-Rebellen die strategisch wichtige Hafenstadt Mokha am Roten Meer, was zu Massenfluchten von Familien führte. Der Konflikt zwischen den Huthi und jemenitischen Regierungstruppen, die von einer saudisch geführten Koalition unterstützt werden, hat sich im Zuge der regionalen Spannungen nach der US-israelischen Offensive gegen den Iran verschärft. Medienberichten zufolge gab es auf beiden Seiten Hunderte von Gefallenen und Verwundeten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldete 67 Todesfälle und 288 Verletzte zwischen dem 6. und 24. August. Hilfsorganisationen weisen darauf hin, dass nur etwa 60 % der Gesundheitseinrichtungen im Jemen voll funktionsfähig sind und die Krankenhäuser mit Traumafällen überlastet sind. Ganze Dörfer in Distrikten wie Maqbanah, Jabal Habashi und Al Ma'afer in Taiz wurden verlassen, da die Kämpfe immer näher an bewohnte Gebiete heranrücken.

Die Straße zwischen Mokha und Taiz, eine wichtige Versorgungsroute, ist Berichten zufolge abgeschnitten, was den Druck auf die betroffenen Gemeinden erhöht. Die IOM hat alle Parteien dringend aufgefordert, einen sicheren und dauerhaften humanitären Zugang sowie den Schutz von Helfern und Einrichtungen zu gewährleisten und die lebenswichtigen Kommunikations- und Transportwege für die Hilfslieferungen wiederherzustellen.