Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Charkiw, die zweitgrößte Stadt der Ukraine, wurde seit dem umfassenden Einmarsch Russlands schwer getroffen. Rund 13.000 Gebäude wurden beschädigt oder zerstört, darunter etwa 10.000 Wohneinheiten. Dadurch sind etwa 160.000 Menschen obdachlos, und der tägliche Beschuss hält an.
Trotz des andauernden Konflikts betont Charkiws Bürgermeister Ihor Terechow die Notwendigkeit des sofortigen Wiederaufbaus, um dauerhafte Zerstörung zu verhindern und die Rückkehr der Vertriebenen zu ermöglichen. „Wir müssen unabhängig vom Krieg wiederaufbauen“, sagt er und merkt an, dass ohne Wiederaufbau nur Ruinen zurückbleiben werden.
Unterstützt von der Initiative UN4UkrainianCities der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa arbeitet die Stadt an der Bewältigung akuter Notlagen und an der langfristigen Planung für eine intelligentere, grünere und widerstandsfähigere Zukunft. Architektin und Programmleiterin Thâmara Fortes erklärt, dass Sofortmaßnahmen und Wiederaufbau parallel erfolgen sollten, um sicherzustellen, dass die aktuellen Bemühungen mit den übergeordneten Zielen der Stadtentwicklung übereinstimmen.
Die Wiederaufbaustrategie umfasst einen neuen Masterplan mit Fokus auf nachhaltige Infrastruktur, bezahlbaren Wohnraum, innovative öffentliche Räume und wirtschaftliche Erneuerung. Der im Konflikt schwer beschädigte Stadtteil Nord-Saltiwka dient als Standort für Pilotprojekte zur Erprobung architektonischer und technischer Lösungen.
Dieser Ansatz verbindet strategische Planung mit sofortigen technischen Maßnahmen und spiegelt das Engagement wider, das städtische Umfeld von Charkiw trotz der andauernden Kampfhandlungen umfassend wiederaufzubauen.