Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Edem Wosornu, Direktorin der Krisenreaktionsabteilung von OCHA, erklärte, dass die humanitäre Hilfe für die Zentralafrikanische Republik (ZAR) rückläufig sei und bisher nur 17 Prozent der für 2026 beantragten 268 Millionen US-Dollar eingegangen seien. Der Plan für 2025 sah eine Finanzierung von unter 40 Prozent vor, verglichen mit den Vorjahren, in denen rund 95 Prozent der Anträge bewilligt wurden. Sie warnte davor, dass das Land ohne eine nachhaltige Finanzierung erneut in eine Krise abrutschen könnte, was es sich nicht leisten könne.

Die Zentralafrikanische Republik bleibt nach den seit 2013 wiederkehrenden Konflikten, in denen es zu Auseinandersetzungen zwischen Séléka-Rebellen und Anti-Balaka-Gruppen kam, weiterhin instabil. Die UN-Friedensmission MINUSCA unterstützt die Friedensbemühungen. Von den rund sechs Millionen Einwohnern des Landes sind etwa 2,3 Millionen auf Hilfe angewiesen, wobei humanitäre Organisationen versuchen, 1,3 Millionen Menschen zu erreichen. Jeder fünfte Bürger ist Binnenvertriebene.

Wosornu berichtete bei ihrem Besuch in Zemio nahe der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo von positiven Entwicklungen, darunter die Rückkehr von Binnenvertriebenen aus kirchlichen Notunterkünften in ihre Gemeinden. Dank der Unterstützung der FAO werden die landwirtschaftlichen Aktivitäten wieder aufgenommen, und mobile Kliniken der NGO ALIMA versorgen die Bevölkerung medizinisch. Gespräche mit nationalen und lokalen Behörden zeugten von einer Aufbruchstimmung, doch die Fortschritte sind fragil und hängen von fortlaufender Unterstützung und Finanzierung ab.

Trotz der bestehenden Herausforderungen beherbergt die Zentralafrikanische Republik Flüchtlinge aus dem Tschad und 36.000 Menschen aus dem Sudan, denen Land zugewiesen wurde. Einige sudanesische Flüchtlinge mit medizinischer Ausbildung möchten humanitäre Hilfsmaßnahmen unterstützen, was zu Gesprächen über ihre Integration in die lokale Wirtschaft und die Hilfsdienste geführt hat.

Wosornu betonte, dass Aufmerksamkeit und finanzielle Ressourcen aufrechterhalten werden müssten, um die jüngsten Erfolge zu sichern und einen Rückfall in die Krise zu vermeiden.