Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

UN-Sonderberichterstatter und unabhängige Experten liefern gezielte Einblicke in internationale Menschenrechtsfragen. Stand November 2025 verfügen sie über 46 thematische und 13 länderspezifische Mandate. Diese unbezahlten, nicht bei den Vereinten Nationen beschäftigten Mitarbeiter bieten eine einzigartige Perspektive auf globale und nationale Themen.

Irene Khan, Sonderberichterstatterin für die Förderung und den Schutz des Rechts auf Meinungs- und Äußerungsfreiheit, bezeichnete die digitale Technologie als den größten Störfaktor für die freie Meinungsäußerung seit Jahrhunderten. Sie warnte vor wachsenden „Medienwüsten“ und schrumpfenden öffentlichen Räumen und kritisierte sowohl Technologiekonzerne als auch staatliche Akteure für den Einsatz digitaler Werkzeuge zur Unterdrückung abweichender Meinungen, ohne dabei konkrete Institutionen zu nennen.

Ihr Bericht enthüllte ein gefährliches Machtungleichgewicht und wies darauf hin, dass der Umsatz eines einzelnen Digitalunternehmens das BIP von 130 Ländern übersteigen kann. Einige Plattformen erreichen mittlerweile monatlich über drei Milliarden Nutzer – mehr als die Einwohnerzahl jedes einzelnen Landes.

Khan stellte fest, dass die Grenze zwischen Regulierungsbehörden und Regulierten zunehmend verschwimmt, da einige Staaten mit Unternehmen paktieren, indem Strafgesetze und schwache KI-Rahmenbedingungen genutzt werden, um Meinungsfreiheit einzuschränken und Feindseligkeit gegenüber Minderheiten, Migranten und weiblichen Führungskräften zu schüren. Sie forderte die Regierungen nachdrücklich auf, ihren menschenrechtlichen Verpflichtungen zum Schutz der globalen Meinungsfreiheit nachzukommen.

Der Bericht stellte außerdem fest, dass gewinnorientierte Online-Umgebungen oft von Hass geprägt sind, was sich unverhältnismäßig stark auf gefährdete Gruppen wie Frauen, Kinder und Journalisten auswirkt.