Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
UN-Generalsekretär António Guterres sprach im UN-Hauptquartier über die rasante Verbreitung von Hassrede und betonte, dass solche Äußerungen „Gemeinschaften spalten, ganze Gruppen entmenschlichen und den Weg für Blutvergießen ebnen“. Er hob hervor, dass Hassrede eine gezielte Taktik sei, die häufig bei Völkermorden und anderen Gräueltaten eingesetzt werde. Guterres verwies auf die Rolle unregulierter digitaler Plattformen und künstlicher Intelligenz (KI) bei der Beschleunigung dieser Verbreitung.
Der von Sultanat Oman in Zusammenarbeit mit dem UN-Büro für Völkermordprävention und Schutzverantwortung sowie dem Netzwerk religiöser und traditioneller Friedensstifter initiierte Aktionsplan von Maskat zielt darauf ab, den Frieden durch die Anerkennung der zentralen Rolle traditioneller und indigener Anführer zu stärken. Diese Anführer verfügen über entscheidendes Wissen über die lokalen Gegebenheiten und genießen das notwendige Vertrauen und den Respekt, um Spannungen abzubauen und Konflikte beizulegen.
Laut Guterres erfordert die Durchbrechung des Teufelskreises von Hassrede umfassende Anstrengungen, darunter Aufklärung, Unterstützung für Betroffene, verstärktes Eingreifen von Regierungen und Technologieunternehmen sowie eine stärkere Einbindung traditioneller Autoritäten. Der Muscat-Plan fordert wichtige Maßnahmen, darunter mehr Verantwortung für digitale Plattformen und die Integration von Nutzersicherheit in deren Design.
Die Initiative, die von der UN-Allianz der Zivilisationen mitgetragen wird, basiert auf Erfahrungen mit menschlicher Verbundenheit und Koexistenz, wie Dr. Mohamed bin Said Al Mamari, Minister für Stiftungen und religiöse Angelegenheiten des Oman, betonte. Er erklärte, der Plan sei „Stein für Stein“ auf Vertrauen und gemeinsamen Anstrengungen aufgebaut worden.
Die Mitgliedstaaten tragen die Hauptverantwortung für die Verhinderung von Völkermord und Gräueltaten, doch Guterres betonte, dass die gesamte Gesellschaft ihren Beitrag leisten müsse. Zukünftige Foren, wie der Globale Dialog zur KI-Governance, sollen die im Plan aufgeworfenen digitalen Bedenken behandeln.