Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Forscher haben ein verbessertes Modell zur Vorhersage des Krankheitsverlaufs bei hypertropher Kardiomyopathie (HCM) entwickelt. Diese Erkrankung ist durch eine Verdickung des Herzmuskels gekennzeichnet, die den Blutfluss behindern und gefährliche Herzrhythmusstörungen verursachen kann. Laut den National Institutes of Health (NIH) ist etwa eine von 500 Personen von HCM betroffen, und sie zählt zu den häufigsten Ursachen für plötzlichen Herztod.
Die Studie, die teilweise vom Nationalen Herz-, Lungen- und Blutinstitut (NHLBI) der National Institutes of Health (NIH) finanziert wurde, erschien in JAMA und umfasste fast 2.700 Patienten aus 44 spezialisierten Zentren in Nordamerika und Europa, die durchschnittlich sieben Jahre lang beobachtet wurden. Die Forscher erfassten die Krankengeschichten, führten Bluttests auf Biomarker wie NT-proBNP durch, setzten kontrastmittelverstärkte kardiale MRT-Untersuchungen ein und führten Gentests zur Risikobewertung durch.
Dieses Modell kombiniert diese Datenquellen, um eine Reihe von kardialen Ereignissen jenseits des plötzlichen Herztodes vorherzusagen, darunter Herzinsuffizienz, nicht-tödliche Herzrhythmusstörungen und die Notwendigkeit einer Geräteimplantation oder Herztransplantation. Mehrere Prädiktoren – wie etwa Narbenbildung am Herzmuskel, Herzfunktion, Patientengewicht, Herzinsuffizienz in der Anamnese und erhöhte Blutbiomarkerwerte – korrelierten sowohl mit tödlichen als auch mit nicht-tödlichen Ergebnissen.
Christopher Kramer, MD, Studienleiter und Kardiologe am Universitätsklinikum der University of Virginia, merkte an, dass sich die bestehenden Leitlinien hauptsächlich mit dem plötzlichen Herztod befassen. Dieser neue Ansatz verbessert die Risikobewertung durch die Integration weiterer Methoden, um die Vorhersage eines breiteren Spektrums unerwünschter Ereignisse bei Menschen mit HCM zu optimieren.