Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hat Daten veröffentlicht, die zeigen, dass die öffentliche Unterstützung für Flüchtlinge weltweit trotz weit verbreiteter Fehlinformationen und polarisierter Debatten weiterhin stark ist. Laut einer von Ipsos durchgeführten Umfrage stimmten zwei von drei Befragten in 29 Ländern zu, dass Menschen, die vor Krieg oder Verfolgung fliehen, anderswo Zuflucht suchen können sollten. Diese Unterstützung sei in den letzten Jahren trotz politischer Spannungen und wirtschaftlichen Drucks weitgehend stabil geblieben, so Dominique Hyde, Direktorin für Außenbeziehungen des UNHCR.

Die Umfrage verdeutlicht die komplexe öffentliche Meinung: Viele Menschen befürworten den Schutz von Flüchtlingen, äußern aber gleichzeitig Bedenken hinsichtlich der Effektivität der Asyl- und Grenzkontrollsysteme. Trinh Tu, Geschäftsführerin von Ipsos UK, beschrieb dies als einen Balanceakt zwischen Mitgefühl und Sorgen über Ineffizienzen im System.

Die Unterstützung für Asylsuchende variiert von Land zu Land. In Deutschland und Schweden, wo die Aufnahmezahlen weiterhin hoch sind, ist die öffentliche Zustimmung vergleichsweise stark. Im Gegensatz dazu hat die Unterstützung in der Türkei und in Polen etwas nachgelassen. Im Vereinigten Königreich ist die Nettozuwanderung gering, dennoch empfindet die Hälfte der Bevölkerung die Einwanderung als übermäßig, so Tu (Zitat 2).

Frau Hyde betonte die anhaltende Notwendigkeit internationaler Hilfe für Flüchtlinge und hob ihren Besuch im Flüchtlingslager Busuma im Osten Burundis hervor. Das Lager bietet mehr als 57.000 Kongolesen, die vor Konflikten fliehen, Zuflucht, leidet aber unter Überbelegung, unsicheren Unterkünften und verunreinigtem Wasser. Sie hob hervor, dass Großzügigkeit allein die internationale Verantwortung für die Unterstützung von Asylsuchenden nicht ersetzen kann.