Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Die UN-Interimstruppe im Libanon (UNIFIL) verzeichnete an einem Mittwoch vor Kurzem rund 670 Projektilbewegungen – die höchste Zahl seit der Waffenruhe am 17. April. Parallel dazu verstärkten die israelischen Boden- und Luftoperationen nördlich des Litani-Flusses ihren Einsatz. UN-Sprecher Stéphane Dujarric rief zur Einhaltung des Waffenstillstands auf und verurteilte Angriffe auf Zivilisten und Infrastruktur. Hunderttausende Menschen südlich des Zahrani-Flusses wurden evakuiert. Die Notunterkünfte in Tyros und Saida sind überfüllt. Dies verdeutlicht die gravierende Vertreibung unter schwierigen Bedingungen, so das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA).

Nach Israels Aufnahme in den bevorstehenden Jahresbericht des UN-Generalsekretärs über konfliktbezogene sexuelle Gewalt kündigte Israel den Abbruch aller Beziehungen zum Büro des Generalsekretärs an. Das israelische Außenministerium nannte die Entscheidung „beschämend und absurd“ und kritisierte die seiner Ansicht nach langjährige Feindseligkeit der Vereinten Nationen. Der israelische Botschafter Danny Danon bezeichnete die Nennung Israels neben der Hamas im Bericht als „neuen Tiefpunkt“. Der Bericht war noch nicht veröffentlicht, und UN-Sprecher Dujarric erklärte, das Büro des Generalsekretärs sei weiterhin offen für den Dialog mit Israel und anderen Mitgliedstaaten und betonte, dass der Dialog dem Rückzug vorzuziehen sei.

Darüber hinaus berichtete die UNO, dass sich die Binnenvertreibung in Haiti verschärft habe, wobei fast 1,5 Millionen Menschen im ganzen Land entwurzelt seien, was die anhaltenden humanitären Herausforderungen widerspiegele.