Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Auf dem ersten Europäischen Forum für Umwelt- und Menschenrechtsverteidiger in Straßburg warnte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, dass Europa die Folgen des Klimawandels zu spüren bekommt, darunter zunehmende Überschwemmungen, schmelzende Gletscher und Hitzewellen. Der Kontinent erwärmt sich doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Er wies außerdem darauf hin, dass 95 Prozent der Stadtbewohner verunreinigte Luft atmen und dass sich über 80 Prozent der Lebensräume in ganz Europa in einem schlechten oder gar keinem Zustand befinden.
Türk lobte Umweltschützer für ihren Einsatz zum Schutz des Planeten und der Demokratie, wies aber gleichzeitig auf die ernsten Bedrohungen hin, denen sie ausgesetzt sind. Laut seinem Büro wurden in den vergangenen drei Jahren weltweit fast 600 Umwelt- und Landschützer getötet oder sind verschwunden, und Aktivisten wurden in mindestens 55 Ländern wegen friedlichen Engagements für den Umweltschutz inhaftiert. Trotz ambitionierter Klimaziele werden in einigen europäischen Ländern neue Gesetze erlassen, die friedliche Proteste kriminalisieren und sich dabei teilweise auf Gesetze berufen, die ursprünglich zur Bekämpfung von Terrorismus und organisierter Kriminalität gegen Aktivisten gedacht waren.
Der Hochkommissar rief die Regierungen dazu auf, Umweltschützer zu schützen, Verstöße zu ahnden, Gerichtsurteile zu respektieren und die regionalen Schutzsysteme zu verbessern. Seine Äußerungen fielen mit dem Vorabend des Weltumwelttages am 5. Juni zusammen, der vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) initiiert wurde und dringende Maßnahmen zur Bekämpfung der globalen Erwärmung und zur Begrenzung des Temperaturanstiegs auf unter 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau fordert.
UNEP-Exekutivdirektorin Inger Andersen rief mit dem Slogan „Get low for climate“ zu weltweiten Maßnahmen auf und warb für eine Kampagne, die unter anderem eine globale Limbo-Tanz-Challenge beinhaltet, die von Prominenten wie dem Schauspieler Jason Momoa und dem brasilianischen DJ Alok unterstützt wird.