Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Die Unabhängige Internationale Untersuchungskommission für Syrien besuchte Syrien vom 1. bis 7. Juli und sprach mit Opfern, Regierungsbeamten und zivilgesellschaftlichen Gruppen in Regionen wie Homs und Quneitra, nach vorherigen Besuchen in Damaskus, dem ländlichen Damaskus, Aleppo, Raqqa und Hassakeh.

Während des Besuchs verurteilten die Kommissare die Angriffe mit improvisierten Sprengsätzen in Damaskus, die zivile Opfer forderten, und bekundeten ihre Solidarität mit den Opfern und ihren Familien. Sie würdigten die Fortschritte bei der Gesetzgebung zur Übergangsjustiz und den neuen Prozessen zur Aufarbeitung von Menschenrechtsverletzungen unter dem ehemaligen Assad-Regime, betonten aber gleichzeitig die Notwendigkeit von Garantien für faire Verfahren und die Angleichung des syrischen Strafgesetzbuches an internationale Standards.

Die Inhaftierung gibt weiterhin Anlass zu großer Sorge. Trotz der Zusagen der Regierungen, die Rechte der Inhaftierten zu wahren, haben Familien weiterhin Schwierigkeiten, ihre inhaftierten Angehörigen ausfindig zu machen. Viele werden über lange Zeiträume ohne richterliche Überprüfung festgehalten. Die Kommission hob die schlechten Haftbedingungen im Nordosten Syriens hervor, insbesondere im Lager Roj, wo über 60 % der Inhaftierten Kinder sind. Sie forderte die Länder nachdrücklich auf, ihre Staatsangehörigen zurückzuführen, und appellierte an Syrien, das Schicksal von etwa 3.500 Syrern aufzuklären, die Berichten zufolge in den Irak verlegt wurden.

In Hassakeh stellten die Ermittler die Freilassung von mehr als 1.000 Kämpfern fest, die Anfang des Jahres bei Zusammenstößen zwischen Regierungstruppen und den Syrischen Demokratischen Kräften gefangen genommen worden waren, während der Verbleib von etwa 800 anderen weiterhin unbekannt ist.

In Homs wurden Berichte über Selbstjustiz gemeldet, bei der Angriffe sich gegen Personen richteten, die beschuldigt wurden, der ehemaligen Regierung gedient zu haben. Die Kommission forderte unverzügliche und unparteiische Untersuchungen aller dieser Tötungen. Auch Eigentumsrechte wurden thematisiert, insbesondere im Zusammenhang mit der Zerstörung und Beschlagnahmung von Häusern im Zusammenhang mit dem Konflikt. Es wurden Empfehlungen für eine angemessene Entschädigung ausgesprochen – insbesondere für Haushalte mit weiblicher Haushaltsvorständin.

In Quneitra setzte die Kommission ihre Untersuchungen zu gemeldeten israelischen Grenzverletzungen, Inhaftierungen, Schikanen, Hauszerstörungen und eingeschränktem Zugang zu Ackerland fort. Sie forderte Israel nachdrücklich auf, die Straßen- und Landzufahrten wiederherzustellen und willkürlich inhaftierte Zivilisten freizulassen.