Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat Khalilur Rahman aus Bangladesch zum Präsidenten ihrer 81. Sitzung gewählt. Rahman erhielt 99 Stimmen, sein Mitbewerber, Herr Kakouris, 91. Insgesamt wurden 190 Stimmen abgegeben; es gab keine ungültigen Stimmen oder Enthaltungen. Die Präsidentschaft für die 81. Sitzung wechselt zwischen der Asien-Pazifik-Gruppe und beginnt am 8. September. Die einjährige Amtszeit umfasst die Wahl eines Nachfolgers für Generalsekretär António Guterres, dessen Amtszeit am 31. Dezember 2026 endet.

Khalilur Rahman bringt über vier Jahrzehnte diplomatische und multilaterale Erfahrung in seine neue Rolle ein. Er ist seit Februar Außenminister von Bangladesch und war zuvor Nationaler Sicherheitsberater sowie Hoher Repräsentant für die Rohingya-Frage. Rahman begann seine diplomatische Laufbahn 1979 und bekleidete hohe Positionen bei den Vereinten Nationen in New York und Genf.

Nach Annahme des Präsidentenamtes erklärte Rahman, er übernehme die Rolle „mit Demut und Respekt“ angesichts der Herausforderungen für das Vertrauen in das internationale System. Er merkte an, dass das Vertrauen in die UN durch vielfältige Faktoren auf die Probe gestellt werde, die ihre Fähigkeit, Versprechen einzulösen, untergrüben.

Die Wahl fand in einer Zeit statt, die die amtierende Präsidentin der Generalversammlung, Annalena Baerbock, als außerordentlich schwierig für die multilaterale Diplomatie bezeichnete. Sie war geprägt von immensem Druck und zunehmenden Schwierigkeiten bei der Konsensfindung. Baerbock betonte, dass die Rolle der Präsidentin der Generalversammlung heute über rein verfahrenstechnische Aufgaben hinausgehe.

Baerbock warnte, dass das internationale Umfeld voraussichtlich weiterhin schwierig bleiben werde, während die Generalversammlung an der Umsetzung des Zukunftspakts, der Weiterentwicklung der UN-Reformen im Rahmen der UN80-Initiative und der Überwindung der tiefgreifenden geopolitischen Spaltungen arbeite. Generalsekretär Guterres hob die anhaltenden globalen Probleme hervor, darunter Konflikte, Spaltungen, zunehmende Ungleichheit, Klimawandel, langsame Fortschritte bei den Zielen für nachhaltige Entwicklung, sinkende humanitäre Mittel und die Schwierigkeiten internationaler Institutionen, sich seit ihren Rahmenwerken von 1945 anzupassen.