Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Zahlungsbilanzdefizite stehen im Fokus von Politik und Wirtschaft, insbesondere hinsichtlich ihrer Messung und der Frage, wann sie Anlass zur Sorge geben. Die Zahlungsbilanz ist ein Rechnungslegungsrahmen, der alle wirtschaftlichen Transaktionen zwischen US-Bürgern und anderen Personen weltweit nach dem Prinzip der doppelten Buchführung erfasst.

Dieses Rahmenwerk, ähnlich der betriebswirtschaftlichen Buchhaltung, stellt sicher, dass die Zahlungsbilanz – als buchhalterische Größe – stets ausgeglichen ist. Ein Zahlungsbilanzdefizit spiegelt daher kein Ungleichgewicht in der buchhalterischen Größe selbst wider, sondern weist auf ein Defizit innerhalb einer bestimmten, geprüften Teilmenge der Transaktionen hin.

Die Ermittlung eines Zahlungsbilanzdefizits erfordert die Auswahl derjenigen Teilmenge der Transaktionen, die für die jeweilige wirtschaftliche Fragestellung oder Politik am relevantesten sind. Das bedeutet, dass die Messung von Defiziten kontextabhängig ist und von der gewählten Teilmenge abhängt.