Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus betonte die dringende Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit zur Bekämpfung globaler Gesundheitsbedrohungen und nannte Ausbrüche des Hantavirus, Ebola und Marburg als Beispiele, bei denen kein Land allein reagieren kann. Er verwies auf die laufenden Verhandlungen über das WHO-Pandemieabkommen zur Erleichterung gemeinsamer Maßnahmen.
Der Hantavirus-Ausbruch, der 13 Fälle und drei Todesfälle verursachte, ist offiziell beendet, nachdem die letzte exponierte Person auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius ihre Quarantäne abgeschlossen hat. Seit dem 25. Mai wurden keine weiteren Fälle gemeldet. Über 650 Kontaktpersonen wurden in 33 Ländern und Gebieten überwacht.
In der Demokratischen Republik Kongo breitet sich der Ebola-Ausbruch weiter aus. Bislang wurden 1.406 Fälle bestätigt, 438 Todesfälle sind zu beklagen. In den letzten zwei Wochen kamen durchschnittlich 38 neue Fälle pro Tag hinzu. Uganda meldete seit dem 21. Juni keine neuen Ebola-Fälle mehr. Die Maßnahmen unter der Führung der kongolesischen Regierung umfassen den Ausbau von Diagnoselaboren sowie eine verbesserte Kontaktverfolgung und Behandlung. Eine klinische Studie mit zwei Therapeutika wurde mit der Aufnahme des ersten Patienten begonnen, und die WHO erteilte eine Notfallzulassung für einen molekulardiagnostischen Test auf das Bundibugyo-Virus.
Dennoch bestehen weiterhin erhebliche Herausforderungen, darunter Misstrauen und Gewalt. Bei einem Angriff auf ein Ebola-Behandlungszentrum in der Provinz Ituri kamen zwei Menschen ums Leben, und Patienten flohen aus der Einrichtung.
In Venezuela haben die Folgen der jüngsten Erdbeben mehr als 2.300 Tote und fast 16.000 Obdachlose gefordert. Die Such- und Rettungsmaßnahmen gehen nun in den Wiederaufbau über, und die Zahl der Opfer könnte noch steigen. Diese Situation verschärft die anhaltende humanitäre Notlage zusätzlich.