Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Laut dem Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) konsumierten im Jahr 2024 weltweit schätzungsweise 331 Millionen Menschen Drogen. Dies entsprach 6,2 % der Bevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren – ein Anstieg gegenüber 5,2 % zehn Jahre zuvor. Cannabis war mit 256 Millionen Konsumenten die am häufigsten konsumierte Droge, gefolgt von Opioiden (63 Millionen), Amphetaminen (32 Millionen), Kokain (25 Millionen) und Ecstasy (21 Millionen). Der Bericht hebt einen rasanten Anstieg synthetischer Drogen hervor: Die Behörden identifizierten im Jahr 2024 755 neue psychoaktive Substanzen, darunter 118 erstmals. Die Vielfalt der bei Beschlagnahmungen festgestellten Drogen ist heute fünfmal höher als vor dem Jahr 2000. UNODC-Forscher betonten die gestiegene Vielfalt und die damit verbundenen Gefahren und wiesen auf die Herausforderungen für Konsumenten und Ersthelfer hin, die möglicherweise nicht über die beteiligten Substanzen Bescheid wissen.

Der globale Opioidmarkt befindet sich im Wandel. Nach dem Opiumanbauverbot in Afghanistan im Jahr 2022 ging die Heroinproduktion stark zurück. Zwar stieg die Opiumproduktion in Myanmar von 420 Tonnen im Jahr 2021 auf über 1.000 Tonnen im Jahr 2025 und nahm auch in Laos und Mexiko zu, doch konnte dies die frühere Produktion Afghanistans, die 2022 über 6.000 Tonnen betrug, nicht ausgleichen. Drogenhändler scheinen sich verstärkt synthetischen Opioiden wie Fentanyl, Nitazen und Orphinen zuzuwenden. Der Bericht warnt davor, dass diese Entwicklung den Opioidmarkt dauerhaft verändern und die Gesundheitsrisiken erhöhen könnte, da einige synthetische Opioide sogar noch stärker als Fentanyl sein könnten.

Der Handel mit Methamphetamin hat sich weltweit ausgeweitet und neue Routen durch den Nahen und Mittleren Osten, Afrika und Teile Europas erschlossen. Die Beschlagnahmungen sind im Durchschnitt jährlich um 13 % gestiegen, und zu den Lieferanten zählen neben Myanmar nun auch Nordamerika, West- und Südafrika sowie Südwestasien. Auch der Cannabishandel ist internationaler geworden: Deutlich mehr Länder außerhalb Nordamerikas gaben im Zeitraum von 2015 bis 2024 Nordamerika als Herkunftsland für beschlagnahmtes Cannabis an als im vorherigen Jahrzehnt.