Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Die Vereinten Nationen warnen, dass der weltweite Kampf gegen HIV/Aids aufgrund erheblicher Kürzungen der Finanzmittel und einer sich verschlechternden Rechtslage für marginalisierte Gruppen vor schweren Rückschlägen steht. Winnie Byanyima, Exekutivdirektorin von UNAIDS, bezeichnete dies als die gravierendste Krise seit Beginn der globalen HIV/Aids-Bekämpfung.

Der UNAIDS-Bericht „Global AIDS Brief“ prognostiziert für 2025 einen Rückgang der weltweiten Entwicklungshilfe für HIV/Aids um 23 Prozent – ​​den stärksten Einbruch seit Beginn der Aufzeichnungen. HIV-Testprogramme sind in stark betroffenen Gebieten um 22 Prozent zurückgegangen, und die Finanzierung von Kondomen ist in einigen Regionen um über 90 Prozent gesunken. Darüber hinaus führten zwei Länder 2025 neue Gesetze zur Kriminalisierung gleichgeschlechtlicher sexueller Handlungen ein, und ein weiteres Land verschärfte die Strafen 2026. Damit wurden zuvor erzielte Fortschritte beim Schutz der Rechte zunichtegemacht.

Finanzierungskürzungen und eine verstärkte Kriminalisierung haben den Zugang zu Prävention und Behandlung erschwert. So ging beispielsweise die Anwendung der Präexpositionsprophylaxe (PrEP), eines täglich einzunehmenden Medikaments zur HIV-Prävention, in den 62 Ländern, die UNAIDS Bericht erstatten, zwischen 2024 und 2025 um 38 % zurück. Die Ausgaben für Prävention, die 2024 bereits nur 11 % der gesamten HIV-Finanzierung ausmachten, sinken weiter, ohne dass Anzeichen für eine Erhöhung der nationalen Mittel zur Schließung dieser Lücke erkennbar sind.

Trotz dieser Herausforderungen wurden im Kampf gegen HIV in den letzten 25 Jahren bemerkenswerte Erfolge erzielt. So sanken die AIDS-bedingten Todesfälle um 56 % – von 1,3 Millionen im Jahr 2010 auf 570.000 im Jahr 2025 – und die Neuinfektionen reduzierten sich um 43 % auf 1,2 Millionen. Aktuell erhalten 78 % der 40,9 Millionen HIV-Infizierten eine Behandlung. Allerdings sind fast neun Millionen weiterhin unbehandelt, und diese Fortschritte gelten angesichts von Finanzierungskürzungen und zunehmenden rechtlichen Hürden für gefährdete Bevölkerungsgruppen als fragil.