Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Das UNRWA, das seit den späten 1940er Jahren im besetzten palästinensischen Gebiet lebenswichtige Dienstleistungen erbringt, hauptsächlich durch freiwillige Spenden, führt weiterhin wichtige Programme wie Schulprojekte und Polio-Impfungen durch. UN-Generalsekretär António Guterres bezeichnet die Organisation als „Lebensader“ und stabilisierende Kraft für die gefährdeten Bevölkerungsgruppen im Gazastreifen.
Die Organisation leidet derzeit unter einem Rekordfinanzierungsdefizit von 100 Millionen US-Dollar. Diese Liquiditätskrise gefährdet die Fähigkeit des UNRWA, sein Mandat zu erfüllen, das vor sechs Monaten mit starker Unterstützung der Mitgliedstaaten verlängert wurde.
Die finanziellen Herausforderungen werden durch Angriffe verschärft, die seit 2023 zum Tod von etwa 390 UNRWA-Mitarbeitern und zu Schäden an UN-Eigentum, darunter Schulen und Krankenhäuser, geführt haben. Diese Angriffe fallen zeitlich mit Desinformationskampagnen und Vorwürfen der Mittäterschaft gegen einige Mitarbeiter zusammen, die unabhängig untersucht wurden. Die meisten Mitgliedstaaten, mit Ausnahme der Vereinigten Staaten, haben ihre vorherigen Finanzierungsniveaus inzwischen wieder aufgenommen, und die privaten Spenden sind gestiegen, obwohl weiterhin eine erhebliche Finanzierungslücke besteht.
Trotz jährlicher Zusagen der Mitgliedstaaten bleiben die tatsächlich eingegangenen Mittel oft hinter den Versprechungen zurück. So beliefen sich die Zusagen für 2025 beispielsweise auf 878 Millionen US-Dollar, doch erhielt die Organisation lediglich 839 Millionen US-Dollar. Diese Diskrepanz beeinträchtigt die operative Leistungsfähigkeit des UNRWA und hat zu Kürzungen bei den ihm übertragenen Aufgaben geführt.
Herr Guterres äußerte sich besorgt über Versuche, die Organisation durch diplomatische und Verleumdungskampagnen zu marginalisieren, und wies darauf hin, dass das UNRWA bereits über 40 Empfehlungen eines unabhängigen Berichts zur Behebung interner Probleme umgesetzt habe. Er rief die Mitgliedstaaten und alle relevanten Akteure auf, die Organisation weiterhin finanziell und diplomatisch zu unterstützen, und betonte die wichtige Rolle des UNRWA angesichts der anhaltenden Instabilität in der Region.
Laut UN News sollte die zweite Phase der Polio-Impfkampagne in Gaza am 14. Oktober 2024 beginnen, was den anhaltenden Fokus der Organisation auf die öffentliche Gesundheit unter den Vertriebenen unterstreicht.