Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Die Vereinten Nationen meldeten für 2025 einen mehr als doppelt so hohen Anstieg der Fälle von konfliktbedingter sexueller Gewalt. Insgesamt wurden 9.788 Fälle in 21 von Konflikten betroffenen Ländern bestätigt. Laut UN-Sonderbeauftragter Pramila Patten verdeutlichen die Daten ein weit verbreitetes und untererfasstes Muster sexueller Gewalt, die als Taktik in Krieg, Folter, Terrorismus und politischer Repression eingesetzt wird und sich vor allem gegen Frauen und Mädchen richtet.

Der Bericht dokumentiert Menschenrechtsverletzungen wie Vergewaltigung, Gruppenvergewaltigung, sexuelle Sklaverei, Zwangsheirat, Menschenhandel und Entführungen, begangen von staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren. Männer, Jungen und LGBTQI+-Personen waren ebenfalls von sexueller Gewalt betroffen, insbesondere in Haft und unter Folterbedingungen. Die Opfer waren zwischen einem und 70 Jahren alt, darunter auch Menschen mit Behinderungen. Der Bericht dokumentiert zudem extreme körperliche Misshandlungen, Tötungen nach Vergewaltigungen und Suizide unter Überlebenden.

Nichtstaatliche bewaffnete Gruppen, darunter organisierte kriminelle Vereinigungen, setzen weiterhin sexuelle Gewalt ein, um Gemeinschaften und ressourcenreiche Gebiete zu kontrollieren. Vertriebene und geflüchtete Frauen und Mädchen, insbesondere in abgelegenen Grenzregionen mit zusammengebrochenen Unterstützungssystemen, sind erhöhten Risiken ausgesetzt. Die weite Verbreitung von Kleinwaffen wurde als ein Faktor identifiziert, der sexuelle Gewalt in mehreren Konflikten anheizt.

Der Bericht stellt fest, dass humanitäre Zugangsbeschränkungen, anhaltende Unsicherheit und Finanzierungslücken die Dokumentation von Misshandlungen und die Unterstützung von Überlebenden erschwert haben. Ein Anhang listet 77 für Muster sexueller Gewalt verantwortliche Akteure auf, darunter 62 nichtstaatliche Akteure. Drei weitere Gruppen wurden in der Demokratischen Republik Kongo identifiziert.