Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Eine internationale klinische Studie mit 108 Teilnehmern untersuchte die Wirkung des GLP-1-Rezeptoragonisten Semaglutid auf den Alkoholkonsum bei Menschen mit Alkoholabhängigkeit und Adipositas. Die Teilnehmer erhielten über 26 Wochen wöchentlich Injektionen mit Semaglutid oder einem Placebo, begleitet von einer standardmäßigen kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) für Alkoholabhängigkeit. Die Studie, geleitet von Dr. Anders Fink-Jensen am Universitätsklinikum Kopenhagen und unter Beteiligung von Wissenschaftlern der National Institutes of Health (NIH), wurde am 2. Mai 2026 in der Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht.

Im Verlauf der Studie verzeichneten alle Teilnehmer einen Rückgang der Tage mit starkem Alkoholkonsum, wobei die Reduktion bei denjenigen, die mit Semaglutid behandelt wurden, signifikant stärker ausfiel. Die Semaglutid-Gruppe berichtete zudem über einen größeren Rückgang des monatlichen Gesamtalkoholkonsums, der Anzahl der Getränke pro Trinktag und des subjektiv empfundenen Verlangens nach Alkohol sowie über Verbesserungen hinsichtlich schädlichen Alkoholkonsums.

Biomarker im Zusammenhang mit Alkoholkonsum und Leberschäden sanken in der Semaglutid-Gruppe stärker als in der Placebo-Gruppe. Bei den mit Semaglutid behandelten Teilnehmern reduzierten sich zudem Körpergewicht, Taillenumfang, Body-Mass-Index und durchschnittlicher Blutzuckerspiegel.

Die häufigsten Nebenwirkungen in der Semaglutid-Gruppe waren leichte bis mittelschwere gastrointestinale Symptome wie Übelkeit, Verstopfung, Appetitlosigkeit, Durchfall, Reflux und Bauchschmerzen.