Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Das Welternährungsprogramm (WFP) hat trotz anhaltend hoher Notlage aufgrund von Finanzierungslücken erhebliche Kürzungen seiner Nahrungsmittelhilfeprogramme in Syrien angekündigt. Die Organisation hat ihre Aktivitäten von 14 auf sieben Gouvernements reduziert, was Millionen von bedürftigen Familien betrifft. Laut Schätzungen des WFP sind mehr als sieben Millionen Syrer von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen, darunter 1,6 Millionen in einer Notsituation. Die Kürzungen seien ausschließlich auf finanzielle Engpässe und nicht auf eine Verbesserung der Lage zurückzuführen, erklärte der WFP-Landesdirektor in Syrien. Familien lassen nun Mahlzeiten aus, verkleinern die Portionen und greifen auf nährstoffärmere Lebensmittel zurück, wodurch das Risiko von Mangelernährung, insbesondere bei Kindern, deutlich steigt.

Eines der wichtigsten betroffenen Hilfsprogramme ist die landesweite Brotsubvention, die eingestellt wurde. Dieses Programm unterstützte über 300 Bäckereien und stellte subventionierten angereicherten Weizen zur Verfügung, um täglich bis zu vier Millionen Menschen in den kritischsten Gebieten Syriens mit Brot zu versorgen. Die Aussetzung dieser Subvention könnte den Hunger verschärfen und Familien zu verzweifelten Bewältigungsstrategien treiben.

Die Finanzierungskrise wirkt sich auch auf die gesamte Region aus. In Jordanien hat das Welternährungsprogramm (WFP) die Bargeldhilfe für 135.000 syrische Flüchtlinge in den Aufnahmegemeinden eingestellt und die Unterstützung für rund 85.000 Flüchtlinge in Lagern reduziert. Flüchtlingsfamilien im Libanon leiden weiterhin unter hohen Kosten und geringem Einkommen, während die Hilfe für 20.000 Syrer in Ägypten ebenfalls gekürzt wurde. Die kumulativen Auswirkungen der anhaltenden Krisen, der steigenden Lebenshaltungskosten und der sinkenden Hilfe erhöhen das Risiko von Ernährungsunsicherheit für gefährdete Familien in der gesamten Region.

Das Welternährungsprogramm (WFP) hat dringend um 189 Millionen US-Dollar an Finanzmitteln gebeten, um seine Operationen in Syrien und den Nachbarländern wiederaufzunehmen und eine weitere Verschlechterung der Ernährungssicherheit und damit verbundener Stabilitätsprobleme zu verhindern.