Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) breitet sich trotz erheblicher Bemühungen der Regierung und internationaler Partner weiter aus, so WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus. Bislang wurden 2.273 Fälle und 796 Todesfälle registriert, wobei die Übertragung weiterhin zunimmt, insbesondere in der Provinz Ituri im Osten der DR Kongo. Über 80 % der Neuinfektionen werden außerhalb bekannter Kontaktpersonen festgestellt, was auf unentdeckte Übertragungsketten hindeutet. Etwa zwei Drittel der Todesfälle betreffen Personen, die nie in Gesundheitseinrichtungen behandelt werden. Bewaffnete Konflikte und Angriffe auf Behandlungszentren erschweren die Bekämpfungsmaßnahmen zusätzlich.

Trotz dieser Herausforderungen wurde die Behandlungskapazität auf über 800 Betten erhöht und die Laborkapazität von einem auf 16 Labore ausgebaut. Die Kontaktnachverfolgungsrate stieg auf fast 80 %, mehr als 21.000 Gemeindegesundheitshelfer wurden geschult und die Durchführung sicherer und würdevoller Bestattungen hat sich verbessert. Die WHO hob die Fortschritte in Forschung und Therapie hervor; 377 Menschen haben sich von Ebola erholt, obwohl es noch keine vollständig zugelassenen Impfstoffe oder Behandlungen gibt. Tedros betonte, dass Ebola bei frühzeitiger Diagnose und angemessener Behandlung überlebt und eingedämmt werden kann.

In Uganda meldete die WHO positive Entwicklungen: Der letzte bestätigte Ebola-Patient konnte nach zwei negativen Tests entlassen werden. Damit beginnt der 42-tägige Countdown, bevor der Ausbruch offiziell für beendet erklärt werden kann. Seit dem Ausbruch am 15. Mai wurden in Uganda 20 bestätigte Fälle und zwei Todesfälle registriert. Die meisten Infektionen gehen auf die Einschleppung aus der Demokratischen Republik Kongo zurück, einige auf lokale Übertragung. Der WHO-Repräsentant in Uganda, Dr. Kasonde Mwinga, lobte die Bemühungen der Gesundheitshelfer und der Bevölkerung, warnte aber gleichzeitig vor weiterhin bestehenden Risiken.

WHO-Generaldirektor Tedros betonte die Notwendigkeit verstärkter politischer Unterstützung und finanzieller Mittel zur Eindämmung des Ausbruchs. Der gemeinsame Bereitschafts- und Reaktionsplan der WHO und des Africa CDC weist weiterhin eine Finanzierungslücke von über 400 Millionen US-Dollar auf, was die laufenden Eindämmungsbemühungen gefährdet.