Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat einen neuen Aktionsplan zur Stärkung der Maßnahmen gegen Pilzerkrankungen und Antimykotikaresistenz veröffentlicht. Der Plan beschreibt praktische Schritte zur Verbesserung von Prävention, Diagnose, Behandlung und Überwachung von Pilzerkrankungen, von denen jährlich weltweit über 300 Millionen Menschen betroffen sind.

Pilzerkrankungen reichen von häufigen Erkrankungen wie Ringelflechte bis hin zu lebensbedrohlichen invasiven Infektionen, insbesondere bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Intensivpatienten, HIV-Patienten, Transplantatempfängern und Krebspatienten. Auch die Resistenz gegen Antimykotika nimmt zu, was teilweise auf den weitverbreiteten Einsatz von Antimykotika und Chemikalien bei Menschen, Tieren, Pflanzen und in der Umwelt zurückzuführen ist.

Trotz der erheblichen gesundheitlichen Belastung stellt die WHO fest, dass Pilzerkrankungen häufig von nationalen Gesundheitsstrategien, globalen Krankheitsmetriken, den meisten Programmen zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen (AMR) und Initiativen wie der allgemeinen Gesundheitsversorgung und dem One Health-Konzept, das die Gesundheit von Mensch, Tier, Pflanze und Umwelt integriert, ausgeschlossen werden.

Der Aktionsplan folgt der Verabschiedung eines aktualisierten Globalen Aktionsplans zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen durch die Weltgesundheitsversammlung. Dieser Plan erkennt die Resistenz gegen Antimykotika als einen entscheidenden Teil der umfassenderen Herausforderung der Antibiotikaresistenz an. Dr. Jean Pierre Nyemazi, Interimsdirektor der WHO-Abteilung für Antibiotikaresistenz, betonte, dass die Resistenz gegen Antimykotika nicht länger ignoriert werden dürfe, und bezeichnete den Aktionsplan als konkreten Weg nach vorn für die Länder.

Aufbauend auf der Liste prioritärer Pilzpathogene von 2022, die 19 wichtige Pilzbedrohungen identifizierte, die dringender Aufmerksamkeit bedürfen, wurde der Leitfaden in Konsultationen mit über 150 Experten weltweit entwickelt. Zu diesen Experten zählten Spezialisten aus den Bereichen klinische Mykologie, Diagnostik, Antibiotika-Management, Überwachung, Politik und Patientenvertretung. Ziel ist es, Länder dabei zu unterstützen, Wissenslücken, Lücken in Diagnostik, Behandlung, Überwachung, Forschung und Personalentwicklung zu schließen, insbesondere in ressourcenarmen Regionen.