Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Der UN-Sondergesandte für Jemen, Hans Grundberg, sprach vor dem UN-Sicherheitsrat und betonte, dass der Konflikt trotz des seit 2022 geltenden Waffenstillstands zwischen den Huthi-Rebellen und der Regierung weiterhin ungelöst sei. Er hob hervor, dass die verhärteten Frontlinien Ressourcen verschlingen, die Fragmentierung verschärfen und zu einer verstärkten Militarisierung der Gesellschaft beitragen. Einige Studenten und Lehrer würden sich aus wirtschaftlicher Not bewaffneten Gruppen anschließen. Grundberg warnte, dass sich die Instabilität im Jemen regional ausbreiten könnte, sollten die Spannungen erneut eskalieren. Er rief die Parteien auf, die gegenwärtige regionale Deeskalation als Chance zu nutzen, um einen politischen Prozess für ein nachhaltiges Ende des Konflikts wiederzubeleben.
Grundberg bekräftigte seinen Appell zur Freilassung von 73 UN-Mitarbeitern, die von den Houthi-Rebellen festgehalten werden, einige davon seit 2024. Er bezeichnete die Inhaftierungen als Verstöße gegen das Völkerrecht, die erhebliches Leid verursachen und die humanitären Bemühungen der Vereinten Nationen behindern. Er hob hervor, dass der Sicherheitsrat diese Inhaftierungen kürzlich verurteilt und ihre bedingungslose und sofortige Freilassung gefordert habe, und mahnte zu fortgesetzten internationalen Bemühungen, bis die Inhaftierten freigelassen seien.
UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher warnte den Sicherheitsrat vor einer sich verschärfenden humanitären Lage aufgrund von Finanzierungskürzungen. Er verwies auf eine aktuelle, von den Vereinten Nationen unterstützte Analyse, wonach fast fünf Millionen Menschen – fast die Hälfte der Bevölkerung in regierungskontrollierten Gebieten – von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen sind. Fletcher betonte, dass Hunger Menschenleben kostet und Zukunftschancen zerstört. Er wies darauf hin, dass über 2,2 Millionen Kinder unter fünf Jahren an akuter Mangelernährung leiden und viele ohne nachhaltige Unterstützung wahrscheinlich lebenslange Folgen davontragen werden.
Fletcher betonte, dass mit steigendem Bedarf die verfügbare Unterstützung abnimmt und dass Kürzungen der Finanzmittel dazu führen, dass Mahlzeiten ausfallen und die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen im Jemen unter Mangelernährung leiden.