Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Der dritte Weltozeanbericht, ein umfassender, 1.600 Seiten starker Bericht von 550 Experten aus 86 Ländern, unterstreicht die dringende Notwendigkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse und globaler Zusammenarbeit, um den zunehmenden Belastungen der Ozeane zu begegnen. Bei einer Vorveranstaltung in New York City bezeichneten die Teilnehmer den Bericht als „möglicherweise das wichtigste Buch über den Ozean, das je geschrieben wurde“.
Steven Hill, stellvertretender Generalsekretär für Rechtsangelegenheiten bei den Vereinten Nationen, sagte, die Bewertung bilde eine Grundlage für das Verständnis kritischer Veränderungen, darunter klimabedingte Verschiebungen und der Verlust der biologischen Vielfalt, und trage dazu bei, wirksame Maßnahmen auf lokaler und globaler Ebene zu steuern.
Große Teile des Ozeans, insbesondere die Tiefsee, sind trotz jahrzehntelanger Forschung noch immer unzureichend erforscht. Die renommierte Ozeanografin Sylvia Earle betonte, wie viel noch unbekannt ist, und mahnte, dass wir zwar mehr wissen als je zuvor, aber dennoch viel zu lernen haben, was die Komplexität der Meeresforschung widerspiegelt.
Herr Hill betonte, dass Wissen allein nicht ausreiche und Entscheidungen auf den besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen müssten, da sich die Ökosysteme der Ozeane kritischen Schwellenwerten näherten. Er hob zudem die Bedeutung eines umfassenden Wissens hervor, das verschiedene Disziplinen, Regionen und insbesondere die Perspektiven indigener Völker und lokaler Gemeinschaften integriert, um eine effektive und gerechte Bewirtschaftung der Ozeane zu gewährleisten.