Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Europa erlebt derzeit eine extreme Hitzewelle, die laut UN-Wetterdienst Temperaturrekorde auf dem gesamten Kontinent gebrochen hat. Frankreich verzeichnete am 24. Juni den heißesten Tag seit Beginn der Aufzeichnungen mit einer durchschnittlichen Temperatur von 30,0 °C. Damit wurden die bisherigen Höchstwerte vom Juli 2019 und August 2003 übertroffen. In Pulluau wurden 43,8 °C gemessen, und auch die Nachttemperaturen stellten neue nationale Rekorde auf. Aufgrund der erhöhten Waldbrandgefahr infolge der anhaltenden Dürre gaben die Behörden für 58 Départements die höchste Hitzewarnstufe (Rot) aus – ein neuer Rekord. Die extremen Temperaturen trugen in Frankreich zu 40 gemeldeten Ertrinkungstoten bei und verdeutlichen die damit verbundenen Gefahren. Im benachbarten Spanien wurden am 23. und 24. Juni die heißesten Junitage erlebt, an vielen Orten wurden Temperaturen von über 40 °C gemessen. Der britische Wetterdienst Met Office gab für den 24. und 25. Juni eine Hitzewarnung der höchsten Stufe (Rot) heraus. In Gosport in Südengland wurde ein vorläufiger Höchstwert von 36,1 °C gemessen. Auch in Deutschland und der Schweiz wurden in vielen Großstädten Hitzewarnungen der höchsten Stufe (Rot) ausgerufen. UN-Klimachefin Simon Stiell erklärte, die Hitzewelle trage „die unverkennbare Handschrift der Klimakrise“ und betonte, dass sich die extreme Hitze ohne dringende Reduzierungen des Verbrauchs fossiler Brennstoffe noch verschlimmern werde. Die Hitzewelle soll in Teilen West-, Mittel- und Südeuropas über zwei Wochen anhalten, mit Temperaturen, die 3 bis 10 °C über dem Durchschnitt liegen, und Tageshöchstwerten von über 35 °C, wobei in einigen Gebieten sogar 40 °C erreicht werden. Es ist mit tropischen Nächten zu rechnen, in denen die Temperaturen über 20 °C bleiben und dadurch das Risiko von Hitzestress, Waldbränden und starken Gewittern in mehreren Regionen steigt.