Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Die UN-Interimstruppe im Libanon (UNIFIL) warnte vor zunehmender Drohnenaktivität, darunter Explosionen in der Nähe ihrer Stellungen. Diese gefährde ihr Personal und bedrohe die Stabilität im Südlibanon inmitten der anhaltenden Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah, trotz der seit dem 17. April geltenden Waffenruhe. Am 11. Mai detonierten drei mutmaßliche Hisbollah-Drohnen in der Nähe des UNIFIL-Hauptquartiers in Naqoura, einem Gebiet, in dem sich möglicherweise israelische Streitkräfte aufhielten. Eine weitere Explosion, bei der es sich vermutlich um eine Hisbollah-Drohne handelte, ereignete sich am 12. Mai im UNIFIL-Hauptquartier. Es entstanden Gebäudeschäden, aber keine Verletzten. Zudem stürzte am 10. Mai eine unbewaffnete Drohne auf dem UNIFIL-Gelände ab. Vorläufigen Einschätzungen zufolge wurde sie im Iran hergestellt und wahrscheinlich von der Hisbollah gestartet. Eine weitere bewaffnete, faseroptisch gesteuerte Drohne, die vermutlich mit der Hisbollah in Verbindung steht, durchschlug am 5. Mai das Dach eines Gebäudes auf einem UN-Stützpunkt in der Nähe von Al Hinniyah, ohne zu detonieren oder Verletzte zu verursachen. UNIFIL hat gegen die israelische Militärpräsenz in der Nähe ihres Hauptquartiers und die Aktivitäten nichtstaatlicher Akteure in der Nähe ihrer Stellungen protestiert und alle Parteien dringend aufgefordert, Operationen zu unterlassen, die die Sicherheit der Friedenstruppen gefährden könnten. Laut libanesischen Behörden haben israelische Angriffe seit Beginn der Waffenruhe über 380 Menschen getötet, womit die Zahl der Todesopfer seit Anfang März auf über 2.880 gestiegen ist, darunter auch Frauen und Kinder. Gleichzeitig verursachen Luftangriffe im Südlibanon weiterhin Zerstörungen und beeinträchtigen die zivile Versorgung. Das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) meldete einen Angriff auf ein von Freiwilligen betriebenes medizinisches Zentrum.