Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Frauen und Mädchen im Libanon sind trotz Waffenstillstand weiterhin schweren Gefahren ausgesetzt, da Gewalt und Vertreibung andauern, so der UN-Förderfonds für reproduktive Gesundheit (UNFPA). Jüngste Luftangriffe haben wichtige Gesundheitsinfrastruktur im Südlibanon beschädigt, darunter ein vom UNFPA unterstütztes Primärversorgungszentrum und ein öffentliches Krankenhaus mit Angeboten zur Müttergesundheit. Dadurch sind schwangere Frauen und andere gefährdete Bevölkerungsgruppen einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Schätzungsweise 13.500 schwangere Frauen wurden vertrieben, etwa 1.500 von ihnen werden voraussichtlich innerhalb des nächsten Monats entbinden. Rund 1.500 Frauen sind weiterhin im Südlibanon eingeschlossen und haben keinen verlässlichen Zugang zu qualifizierter medizinischer Versorgung oder sicheren Entbindungsorten, berichtete der UNFPA.

Der UNFPA wies auf die sich verschlechternden Bedingungen in den Unterkünften hin, in denen vertriebene Familien Zuflucht suchen. Sicherheitsüberprüfungen ergaben Überbelegung, mangelhafte Beleuchtung, fehlende Privatsphäre und unzureichende Sanitäranlagen. Diese Bedingungen erhöhen das Risiko geschlechtsspezifischer Gewalt, insbesondere für heranwachsende Mädchen, Haushalte mit weiblicher Haushaltsvorständin, Schwangere und Menschen mit Behinderungen.

Die Organisation bietet weiterhin mobile Leistungen im Bereich der Müttergesundheit, psychosoziale Unterstützung und Schutzmaßnahmen in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und den libanesischen Behörden an. Ihr Soforthilfeaufruf ist jedoch nur zu 30 % finanziert; aktuell werden 25 Millionen US-Dollar benötigt, um den Betrieb bis August aufrechtzuerhalten. Der UNFPA warnte, dass die unzureichende Finanzierung dazu führen könnte, dass Tausende schwangere Frauen keinen Zugang zu qualifizierter Geburtshilfe und Notfallversorgung für Mütter haben. Dies könnte auch mobile Teams, die abgelegene Gemeinden betreuen, zwingen, ihre Dienste einzuschränken oder einzustellen. Dadurch würden lebenswichtige Schutzmaßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt, Fallmanagement und sichere Orte für mehr als 75.000 Frauen in einer kritischen Zeit wegfallen.