Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Libanesische Behörden berichten, dass es seit dem 2. März bei Zusammenstößen zwischen der Hisbollah und dem israelischen Militär zu über 2.700 Todesopfern gekommen ist. Der Konflikt begann, nachdem die Hisbollah am 28. Februar als Reaktion auf US-israelische Aktionen gegen den Iran Raketen auf Nordisrael abgefeuert hatte.

Obwohl am 17. April ein Waffenstillstand in Kraft trat, sind Sicherheit und Normalität noch nicht vollständig wiederhergestellt. Laut Moez Doraid, Regionaldirektor von UN Women für die arabischen Staaten, gab es seit dem Waffenstillstand mehr als 380 Todesopfer, darunter 25 Frauen, da Zivilisten bei dem Versuch, in ihre Heimat zurückzukehren, Gefahren ausgesetzt sind.

Bewegungseinschränkungen, anhaltende israelische Luftangriffe, Evakuierungsanordnungen und Rückkehrverbote in bestimmte Gebiete haben schätzungsweise eine halbe Million Frauen und Mädchen vertrieben. Der Konflikt hat Häuser und Land zerstört, insbesondere im Südlibanon, und die Hoffnung der betroffenen Gemeinschaften zunichtegemacht.

Nahrungsmittelknappheit bleibt ein gravierendes Problem. Berichte schildern, wie Menschen Wildkräuter sammeln, um ihre Familien zu ernähren. Experten schätzen, dass weitere 144.000 Frauen und Mädchen von akutem Hunger betroffen sein könnten, wodurch sich die Gesamtzahl auf etwa 639.000 erhöht.

Der Zugang zu Nahrungsmitteln, Wasser, Gesundheitsversorgung, Bildung und grundlegenden Dienstleistungen ist massiv beeinträchtigt. Rund 1,2 Millionen Menschen wurden vertrieben, ihre Gemeinschaften durch Evakuierungsanordnungen entwurzelt. Die Rückkehrer finden zerstörte Infrastruktur und Blindgänger vor.

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen hat die Entsendung von 19 Hilfskonvois in den Südlibanon ausgehandelt und damit rund 84.500 Menschen unterstützt. Diese Konvois decken jedoch weniger als 50 Prozent der von Israel genehmigten Hilfsanfragen ab, was den Bedarf an verstärkter humanitärer Hilfe in schwer zugänglichen Gebieten verdeutlicht.