Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Die Konfliktparteien im Jemen haben sich nach 14-wöchigen, von den Vereinten Nationen vermittelten Verhandlungen auf die Freilassung von 1.600 Gefangenen geeinigt, wie der UN-Sondergesandte für den Jemen, Hans Grundberg, bekannt gab. Das Abkommen soll Familien wiedervereinen, die durch den über ein Jahrzehnt andauernden Konflikt getrennt wurden.

Die Verhandlungen fanden in Amman unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen und in Abstimmung mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) statt, das die Umsetzung überwachen wird. Diese Gespräche fanden inmitten anhaltender regionaler Spannungen und während des Ramadan und des Eid-Festes statt.

Die Einigung wurde durch den im Rahmen des Stockholmer Abkommens von 2018 eingerichteten Aufsichtsausschuss erzielt, in dem die Parteien grundsätzlich vereinbarten, alle mit dem Konflikt in Verbindung stehenden Häftlinge im Rahmen einer „Alle-für-Alle“-Regelung freizulassen.

Laut Herrn Grundberg umfasst die nächste Phase die Umsetzung des Freilassungsplans mit dem IKRK, einschließlich gemeinsamer Besuche in den Hafteinrichtungen und der Sicherstellung des Zugangs für die Inhaftierten. Die Parteien verpflichteten sich außerdem, die Verhandlungen wieder aufzunehmen, um die Fortschritte zu sichern.

Der UN-Gesandte betonte, dass dieses Ergebnis das Potenzial eines anhaltenden Dialogs zur Lösung drängender Probleme jemenitischer Familien und zur Förderung des Friedensprozesses aufzeige. Er erneuerte zudem seine Forderung nach der Freilassung von UN-Personal und anderen willkürlich in Jemen Inhaftierten.

Herr Grundberg würdigte die finanzielle und politische Unterstützung internationaler Partner wie der Europäischen Union, Deutschlands, Japans, der Niederlande, der Schweiz und des Vereinigten Königreichs und dankte für die Ausrichtung der Gespräche in Jordanien sowie der vorbereitenden Gespräche im Oman und in der Schweiz.