Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.
Inspektoren der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), die im Mai nach Syrien entsandt wurden, haben ein bedeutendes Lager bisher nicht deklarierter Chemiewaffen entdeckt. Dieses Lager umfasst Raketen des Typs, der beim Chemiewaffenangriff von Ghouta 2013 eingesetzt wurde. Der oberste Abrüstungsbeauftragte der Vereinten Nationen bezeichnete diesen Fund als „bedeutende Entdeckung“ für Syrien und die internationale Sicherheit.
Die Entdeckung schließt eine langjährige Lücke in Syriens Rechenschaftspflicht bezüglich seines Chemiewaffenprogramms, das seit 2014 aufgrund unvollständiger Angaben der Vorgängerregierung von Baschar al-Assad infrage gestellt wurde. Die neue syrische Regierung unter Präsident Ahmed al-Sharaa kooperierte eng mit den Inspektoren, indem sie Zugang zu den Anlagen und umfangreiche Dokumentationen gewährte, Berichten zufolge 32 Besuche der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) ermöglichte und über 60.000 Seiten Dokumente einreichte.
Izumi Nakamitsu, die Leiterin der UN-Abrüstungskommission, betonte, dass die neu gefundenen Waffen formell deklariert und unter Aufsicht der OPCW vernichtet werden müssen. Sie merkte an, dass weitere Inspektionen an zusätzlichen Standorten notwendig seien, um den Prozess abzuschließen.
Die Mitglieder des Sicherheitsrats reagierten auf die Ergebnisse. Großbritannien argumentierte, die Entdeckungen belegten Assads Versuche, die internationale Gemeinschaft zu täuschen, während die Vereinigten Staaten Syriens und der OPCW Flexibilität und Engagement bei der Lösung des Problems anerkannten. Frankreich und Dänemark warnten davor, dass diese Ergebnisse möglicherweise erst der Anfang der Aufdeckung des vollen Ausmaßes des bisher verborgenen syrischen Chemiewaffenprogramms seien, und unterstrichen die bevorstehenden Sicherheitsherausforderungen aufgrund zahlreicher potenziell relevanter Standorte.
Der russische Delegierte äußerte Skepsis hinsichtlich der Geschwindigkeit, mit der die OPCW die Schuld für die neu entdeckten Substanzen zuzuweisen schien.