Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Die Gewalt in den haitianischen Departements Artibonite und West hat Tausende vertrieben. Kämpfe in Artibonite zwangen mehr als drei Viertel der Betroffenen, in der Gemeinde Marchand Dessalines Zuflucht zu suchen. Bewaffnete Auseinandersetzungen in Cité Soleil seit dem 13. Juni haben über 5.000 Menschen vertrieben und Ärzte ohne Grenzen gezwungen, den Betrieb ihrer Geburtsklinik einzustellen. Das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) berichtete zudem von einem Anstieg der erzwungenen Rückführungen, wobei Frauen und Kinder einen erheblichen Anteil der Rückkehrer ausmachen. Im April stellte die UNO 140,5 Millionen US-Dollar an Soforthilfe bereit, um eine Million Menschen zu erreichen. Der humanitäre Appell 2026 ist jedoch erst zu 27 % finanziert; von den beantragten 880 Millionen US-Dollar wurden lediglich 240 Millionen US-Dollar bewilligt.

Im Libanon dauert die Vertreibung trotz der jüngsten Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon an. Mehr als 57.000 Menschen leben weiterhin in 516 Notunterkünften. Viele zögern aufgrund der Angst vor erneuten Kampfhandlungen, der Präsenz der israelischen Streitkräfte und der weit verbreiteten Zerstörung, zurückzukehren. Die UN-Interimstruppe im Libanon (UNIFIL) berichtet von anhaltenden Verstößen gegen die Waffenruhe. Dennoch leisten die Vereinten Nationen und ihre Partner weiterhin lebensrettende Hilfe und haben seit Beginn der Eskalation am 2. März über 181.000 Decken, 141.000 Matratzen, mehr als 162.000 Hygiene-Sets, 92.000 Menstruationshygiene-Sets und über 3,7 Millionen Liter Trinkwasser in Flaschen verteilt.

In Gaza verschlechtert sich die humanitäre Lage weiter, da die Zivilbevölkerung zunehmend Schwierigkeiten hat, Zugang zu sauberem Wasser und medizinischer Versorgung zu erhalten. UN-Organisationen haben ihre Unterstützung in den Bereichen Wasser, Sanitärversorgung und Gesundheit verstärkt, einschließlich Schädlingsbekämpfungskampagnen, um weit verbreitete Hautkrankheiten einzudämmen. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) stellte zusätzliche Wassertransporter bereit, während UNICEF Chemikalien zur Wasseraufbereitung lieferte, um die Wasserqualität zu verbessern. Der UN-Sprecher merkte an, dass die Wasserversorgung per LKW weiterhin eine Notlösung sei, bis die beschädigte Wasserinfrastruktur in Gaza repariert sei.