Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Ein neuer Choleraausbruch in den vom Krieg betroffenen Regionen Sudans hat laut Dr. Shible Sahbani, WHO-Repräsentantin für Sudan, zu über 1.330 bestätigten Fällen und 114 Todesfällen geführt. Betroffen sind vor allem die westlichen Gebiete, darunter Darfur und die Kordofan-Region.

Die Sterblichkeitsrate durch Cholera liegt derzeit bei 13,7 Prozent und wird mit dem Beginn der Regenzeit voraussichtlich steigen. Der Ausbruch hat insbesondere in El-Obeid, Nord-Kordofan, Besorgnis ausgelöst, wo anhaltende Konflikte und Drohnenangriffe die humanitäre Hilfe behindern und die ohnehin schon fragilen Gesundheitsdienste überlasten.

Sudan steht vor seiner größten humanitären Krise: Mehr als 33 Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen, rund 21 Millionen benötigen medizinische Versorgung. Seit Beginn des Konflikts im April 2023 wurden mindestens 59.000 Todesfälle gemeldet, und 13,4 Millionen Menschen sind weiterhin innerhalb Sudans oder in Nachbarländern vertrieben.

Als Reaktion darauf hat die WHO medizinische Hilfsgüter für über 25.000 Menschen in El-Obeid bereitgestellt, was jedoch weiterhin nicht ausreicht. Kürzlich lieferte die WHO 8,5 Tonnen Hilfsgüter nach Kadugli und Dilling in Süd-Kordofan – die erste Lieferung nach Kadugli seit Dezember 2024.