Hinweis: Bericht aus einer einzigen Quelle; Bestätigung steht noch aus.

Auf dem hochrangigen politischen Forum der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung bekräftigten die Mitgliedstaaten trotz sinkender öffentlicher Entwicklungshilfe (ODA) ihr Engagement, die Finanzierungslücke von vier Billionen US-Dollar im Entwicklungssektor zu schließen. Das Forum, das unter der Schirmherrschaft des Wirtschafts- und Sozialrats (ECOSOC) stattfand, schloss mit einer Ministererklärung, in der die Notwendigkeit betont wurde, öffentliche und private Investitionen zu mobilisieren, die Mechanismen zur Schuldenerleichterung auszuweiten und die Korruption zu bekämpfen. ECOSOC-Präsident Lok Bahadur Thapa erklärte, diese Ergebnisse zeigten, dass der Multilateralismus durch Dialog und Kompromisse sinnvolle Resultate erzielen könne.

Die Erklärung räumte die Liquiditätsengpässe der Vereinten Nationen ein und ging auf geopolitische Fragen ein, darunter Angriffe auf kritische Infrastrukturen und einseitige Handelsmaßnahmen. Sie benannte die Armutsbekämpfung als größte globale Herausforderung und hob die Notwendigkeit einer inklusiven Steuerung künstlicher Intelligenz (KI) hervor.

Die Finanzierung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) wird größtenteils aus nationalen Quellen erfolgen, doch UN-Berichte betonen die zentrale Rolle der öffentlichen Entwicklungshilfe (ODA), insbesondere in den ärmsten Ländern. Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sanken die ODA-Mittel zwischen 2024 und 2025 um 23,1 % aufgrund reduzierter Hilfen der USA, Großbritanniens, Deutschlands, Frankreichs und Japans. Die Erklärung von 2026 rief die Industrieländer dazu auf, die ODA auf das UN-Ziel von 0,7 % des Bruttonationaleinkommens (BNE) zu erhöhen. Sie merkte an, dass zusätzliche 200 Milliarden US-Dollar für Entwicklungshilfe zur Verfügung gestanden hätten, wenn alle Mitglieder des OECD-Entwicklungshilfeausschusses dieses Ziel bereits 2023 erreicht hätten.

Zwei neue UN-Berichte, die von Navid Hanif, dem stellvertretenden Generalsekretär für wirtschaftliche Entwicklung im Department für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten (DESA), vorgestellt wurden, unterstrichen, dass koordinierte Maßnahmen und die Überbrückung der digitalen Kluft den Fortschritt bei der Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) fördern können. José Antonio Ocampo, Vorsitzender des UN-Ausschusses für Entwicklungspolitik, betonte, dass die Senkung der Kreditkosten und die Stärkung multilateraler Entwicklungsbanken entscheidend für die Förderung von Initiativen für nachhaltige Entwicklung sind.

Im Laufe des Forums stellten UN-Vertreter fest, dass viele Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) noch nicht vollständig bis 2030 erreicht sein werden, und unterstrichen damit die Notwendigkeit verstärkter globaler Anstrengungen.